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Ich erfuhr von der Existenz der internationalen Plansprache Ido im Herbst 1972 über Eberhard Scholz, der damals wie ich in Anklam (ehemaliger Bezirk Neubrandenburg heute Ostvorpommern) wohnte.

Eberhard Scholz arbeitete wie mein Vater in der Zuckerfabrik in Anklam
(damals VEB Zuckerkombinat "Fritz Reuter"), zu dem weitere Fabriken u.a. in Prenzlau, Friedland, Jarmen und Güstrow gehörten). Im Sommer war er als Lagerleiter im Kinderferienlager des Zuckerkombinats in der Krüseliner Mühle in der Nähe des Zeltplatzes Thomsdorf, jedoch am anderen Ende des Krüselinsees gelegen, tätig.
Da ich von 1969 bis zum Erreichen des Maximalalters zur Teilnahme am Kinderferienlager gemeinsam mit meinen Geschwistern jährlich ins Ferienlager fahren konnte habe ich Eberhard dort 1970 kennen gelernt. Das erste Mal waren meine Schwester und ich 1969 im zweiten Ferienlager des Zuckerkombinats in Zempin auf Usedom.

Zum Abschlussfest des Ferienlagerdurchganges, an dem ich 1972 teilgenommen habe, organisierte Eberhard ein so genanntes internationales Postamt. In diesem Rahmen fragte er die aktiven Teilnehmer, wer Interesse daran hat, mit Jugendlichen aus Frankreich und Großbritannien korrespondieren möchte. Unter denjenigen, die daran interessiert waren, waren mein Schulfreund, einer von meinen Brüdern und ich. Eberhard lud uns nach den Schulferien zu sich nach Hause ein und führte dann einmal wöchentlich einen Ido-Kurs mit uns durch.
Leider bin von allen Teilnehmern des Kurses nur ich Idist geblieben.

In der Schule gelang es mir als Leiter des Russischklubs eine Freundschaftsbeziehung des Russischklubs zum Klub "Amikeso" in Kiew zu arrangieren. Obwohl sich dieser Klub der internationalen Sprache Ido widmete konnten die Beziehungen zum Russischklub meiner Schule in Anklam nur über die russische Sprache realisiert werden.

Jedoch mussten auch ich meine Ido-Aktivitäten von 1980 bis zur Wende ruhen lassen, da mir aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit jeglicher Kontakt ins so genannte nichtsozialistische Ausland nicht gestattet war.  

In der UdSSR und den anderen damaligen sozialistischen Staaten war das Ido-Leben damals leider schon so gut wie zusammengebrochen.
Dennoch wandte ich mich im Frühjahr 1988 im Vorfeld einer Reise nach Mittelasien, die auch in die kirgisische Hauptstadt Frunze (heute Bishkek) führte, an Eberhard. Ich erinnerte mich daran, dass dort ein bekannter Idist lebte und fragte Eberhard nach seiner Adresse und bat Eberhard, mir einen Brief für ihn mitzugeben.

Nach einem abenteuerlichen achtstündigen Flug mit einer Iljuschin 18 (Propellerflugzeug) der Interflug nach Taschkent (Usbekistan) mit Zwischenlandung zum Auftanken in Moskau und einem eintägigen Aufenthalt flogen wir am dritten Tag unserer Reise nach Frunze.

Während sich meine Reisebegleiter am freien Nachmittag dem kirgisischen Cognac hingaben nahm ich mir ein Taxi und fuhr zur Adresse des Idisten.
Leider war niemand zu Hause. Daher warf ich den Brief von Eberhard in den Briefkasten und sagte zu Nachbarn, dass ich am kommenden Tag noch einmal kommen werde. Das Taxi hatte gleich auf mich gewartet.

Die Nachbarn waren so freundlich, die Familie des Idisten über meinen Besuch zu informieren.
Nach einem wunderbaren Vormittagsausflug mit der Reisegruppe am Folgetag in eine schneebedeckte Schlucht habe ich mich am Nachmittag erneut auf den Weg zum Idisten gemacht und erlebte eine angenehme Überraschung.
Ich wurde von ihm, seiner Frau und seinen Verwandten, die aus Azerbaidshan zu Besuch waren, bereits erwartet und mit aller Herzlichkeit begrüßt und der Tisch war reichlich gedeckt. Ich konnte so dank Ido einen unvergesslichen Nachmittag im Kreise einer mittelasiatischen Familie erleben. Wir unterhielten uns hauptsächlich in Russisch, so konnten uns alle verstehen und mitreden und ich konnte meine inzwischen schon zum Teil versickerten Russischkenntnisse wieder einmal auffrischen. Mit meinem Gastgeber Boris Marechek selbst wechselte ich jedoch auch einige Worte in Ido.
Am frühen Abend fuhr mich Boris mit seinem Chauffeur in seinem Dienstwagen zurück zum Hotel, wo wir uns nach einem bis heute für mich unvergesslichen Nachmittag herzlichst verabschiedeten.

Unsere Gruppenreise ging dann weiter mit einem dreitägigen Aufenthalt in der tadschikischen Hauptstadt Dushanbe, wo ich u.a. mit meinem Bruder in einem Teehaus gemeinsam mit älteren Gästen im Schneidersitz saß und mich bei Tee mit diesen unterhielt. Ich muss dort so gut Russisch gesprochen haben, dass sie mich fragten, ob ich aus Leningrad komme.
Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Pendshikent(Tadschikistan) endete die Reise mit einem Kurzaufenthalt in Samarkand (Usbekistan) und einem Nachtflug von dort nach Moskau und einer Übernachtung in einem Hotel am Stadtrand. Auf der Fahrt vom Hotel zum internationalen Flughafen hatten wir noch die Gelegenheit, über den Roten Platz zu schlendern. Am Nachmittag ging es dann zurück nach Berlin.

Nach dieser Reise mit Besuch eines Idisten sollte meine Ido-Pause nicht mehr sehr lange anhalten.
Kurz vor Ende dieser Pause, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorherzusehen war, entschlossen sich meine damalige Freundin Marion und ich dazu, am 01. Dezember 1989 zu heiraten.

Einige Tage vor der Hochzeit wurde mir mein Resturlaub gewährt, den ich für meine erste Fahrt in die damalige BRD nutzen wollte.
Wie durch Zufall entschied ich mich für eine Fahrt nach Frankfurt (Main). Um das Problem der vollen Züge zu minimieren plante ich die Hinfahrt in der Nacht zum Buß- und Bettag.

Auch im Vorfeld dieser Reise erinnerte ich mich an Ido, dieses Mal jedoch auch an ein Ido-Ehepaar, die ich während eines inoffiziellen Treffens der DDR-Idisten in den siebziger Jahren in Berlin kennen gelernt habe, da sie aus West-Berlin, wo sie damals noch wohnten, zu diesem Treffen herüber gekommen waren. Ich wusste, dass sie inzwischen nach Waldkappel umgezogen waren und schrieb ihnen einen Brief mit der Information, dass ich bereits das erste Mal im Westen gewesen sein werde, wenn sie diesen Brief erhalten. Den Brief schickte ich jedoch nie ab, statt dessen jedoch kurz vor meiner Abfahrt in Ebersbach (Sachsen), wo ich inzwischen wohnte, ein Telegramm.

Ich suchte nämlich noch einmal auf der Landkarte, wo Waldkappel eigentlich liegt. Als ich feststellte, dass es fast an meiner Bahnstrecke in der Nähe von Bebra ligt, dachte ich, dass ich nicht dort vorbei fahren kann, ohne die neue Gelegenheit zu nutzen, Neußners zu besuchen. Daher schickte ich ein Telegramm und stand in der darauf folgenden Nacht gegen 04.30 Uhr bei ihnen vor der Tür. Das Telegramm kam erst kurz vor mir an und Heidi war ganz überrascht, dass ich schon da bin.
Ich habe den ganzen Tag mit Neußners verbracht. Wir haben uns viel unterhalten und auch einen schönen Ausflug nach Waldkappel und Eschwege mit ihrem Auto gemacht.

Am kommenden Morgen brachten mich Neußners dann mit dem Auto nach Bebra, von wo aus ich in einem brechend vollen Zug, der aus der DDR kam, weiter nach Frankfurt (Main) fuhr. Mein erster Weg nach der Ankunft dort führte mich zum Fahrkartenschalter, wo ich mir für den Nachtzug nach Warschau eine Platzkarte bis Löbau (Sachsen) kaufte, um nicht die ganze Fahrt stehen zu müssen.
Das Treffen mit Neußners hat mich dazu inspiriert, wieder voll aktiv in Ido einzusteigen.

Auch meine Frau lernte nach unserer Hochzeit Ido. Sie ist seit einigen Jahren Kassiererin der ULI.

Wir besuchten gemeinsam einen Idisten und seine Familie in Olesnica bei Wroclaw und hatten enge Beziehungen zu dieser Familie. Meine Frau erlebte in der Firma der Frau des Idisten den Beginn des Tags der Deutschen Einheit am 03.10.1990, wo man sie beglückwünschte und mit ihr anstieß. In der Woche zuvor waren wir gemeinsam mit dem Auto in Olesnica. Auf einem Ausflug blieben wir mit dem Trabant auf der Strecke liegen, da wir getankt hatten, ohne Öl dazu zu gießen.
Ich musste am Montag, den 02.10.1990 jedoch wieder arbeiten und die Reparatur dauerte etwas länger. So fuhr ich allein mit dem Zug zurück und musste am 03.10.2009 um 0.00 Uhr auch allein die deutsche Wiedervereinigung begrüßen.
Meine Frau kam am Abend des 03.10.1990 zurück.

Im Sommer 1990 fuhr ich mit dem Idisten aus Olesnica und seiner Frau in ihrem Fiat nach Waldkappel zum gesamtdeutschen Ido-Treffen.

Im Sommer 1991 nahm ich das erste Mal an einer internationalen Ido-Konferenz teil. Diese fand in Oostende (Belgien) statt und war zugleich die letzte, an der die Mehrzahl der damals noch lebenden aktiven älteren Idisten teilnahm.
Dort vereinbarte ich mit Don Gasper, dass ich ihn über Weihnachten mit meiner Frau besuche.

Ich hätte Don bereits im Sommer 1973 kennen lernen können.
Wenige Minuten, nachdem unser Bus in Richtung Kinderferienlager abgefahren war, klopfte er damals an unserer Wohnung und fragte, wo Eberhard Scholz wohnt. Er war anlässlich der Weltfestspiele zu Gast in der DDR und wollte die Gelegenheit nutzen,  Eberhard zu besuchen.
So lernte ich ihn also erst 1991 in Oostende persönlich kennen. Seit 2001 sehen wir uns jedoch einmal im Jahr zu den Ido-Treffen.

Am 23. Dezember 1989 fuhren meine Frau Marion und ich mit dem Zug nach Aachen und von dort mit dem Europabus über die Fährverbindung nach London, wo Don damals noch im Haus seiner Mutter wohnte. Wir wurden von seiner Mutter mit "Christmaspudding" begrüßt und verbrachten erlebnisreiche Tage mit Don und seiner Mutter. Wir hatten auch die Gelegenheit, den Ido-Veteranen Henry Jacob kennen zu lernen und mehrmals zu treffen.
Auf der Rückfahrt machten wir einen Abstecher nach Wavre in Belgien, wo wir einen Tag und eine Nacht beim leider am 03. Mai 2009 verstorbenen damaligen Progreso-Redakteur Jacques Bol und seiner leider vor einigen Jahren verstorbenen Frau Marcelle verbrachten.

Leider hielt unsere Ehe nicht und so kam es am 07.10.1993 zur Scheidung zwischen Marion und mir, nachdem ich im Sommer 1992 aufgrund der fehlenden Jobperspektive in der Oberlausitz nach Nürnberg gekommen war und hier eine Arbeit als Wachmann gefunden habe.
Was Ido anbelangt so arbeiten wir jedoch weiter zusammen, wo es erforderlich und der Sache dienlich ist.

Beim internationalen Ido-Treffen 1995 in Elsnigk (Sachsen/Anhalt) lernte ich den späteren ULI-Präsidenten Hans Stuifbergen kennen. Ihn habe ich in der Folgezeit mehrmals in Amsterdam besucht.

Im Herbst 1995 nahm ich an einer dreiwöchigen Gruppenreise nach Australien mit Besuch von Thailand und Hongkong teil. Don Gasper, der inzwischen nach Hongkong umgesiedelt war, bot mir im Vorfeld der Reise an, mir eine kostenlose Unterkunft zu besorgen, damit ich meinen Aufenthalt dort verlängern kann.
Ich konnte den Rückflug problemlos und kostenlos entsprechend umbuchen lassen und verbrachte noch eine erlebnisreiche Woche zusätzlich in drr Stadt. Neben den abendlichen Treffen mit Don und verschiedenen Freunden und Arbeitskollegen von ihm besuchte ich u.a. noch zwei Inseln, die damalige portugiesische Kronkolonie Macao und die chinesische Sonderwirtschaftszone Shenzhen, die heute Partnerstadt von Nürnberg ist.

Anfang des Jahrtausends war ich in Bialobrzegi bei Vlado Yakovenko, um bei ihm ein Modem und einen Internetzugang einzurichten. Auch und seine Frau sind sehr gastfreundlich.

Die beschriebenen Erlebnisse mit Ido haben mich dazu inspiriert, dem Anfang des Jahrtausends drohenden Ende der internationalen Ido-Treffen entgegenzutreten. Ich organisierte in der Folge die internationalen Ido-Treffen 2001 in Nürnberg, 2002 in Krakow, 2003 in Großbothen, 2004 in Kiew, 2005 in Toulouse und 2007 in Paris.
Zur Vorbereitung der Treffen bin ich vorab nach Krakow, Kiew, Toulouse und Paris gefahren bzw. geflogen.
In allen genannten Städten habe ich schließlich Ido-Freunde bzw. in Großbothen den leider inzwischen verstorbenen Leiter der Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte als Helfer gefunden, die bereit waren, die vor Ort notwendigen organisatorischen Vorbereitungsmaßnahmen durchzuführen und vor Ort während der Treffen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Ich war auch organisatorisch an der Vorbereitung und Durchführung der internationalen Ido-Treffen 2008 in Wuppertal-Neviges in der dortigen Silvio-Gesell-Tagungsstätte, 2009 in Riga und Tallinn sowie 2010 in Tübingen beteiligt.

Im Jahr 2001 wählte mich die JHV der Deutschen Ido-Gesellschaft e.V. zu ihrem Präsidenten.

Nach einer Arbeitslosigkeit von 1 Jahr und 5 Monaten fand ich im Juli 2007 eine neue Beschäftigung, bei der sich meine Arbeitszeit von vorher 37 auf 56 Stunden erhöht hat.
Da mir nun ein erheblicher Teil meiner bisherigen Freizeit fehlte wollte ich eigentlich zur letzten Wahl nicht mehr antreten. Ich habe mich dennoch in der Versammlung davon überzeugen lassen, wenigstens als Vizepräsident weiterzumachen.

In den folgenden Monaten war aber die Überzeugung in mir gereift, dass die Deutsche Ido-Gesellschaft e.V. einen Präsidenten haben sollte. Nachdem sich ein junger neuer Ido-Freund bereit erklärt hatte, als Vizepräsident zu kandidieren, hatte ich zur JHV 2009 am 16.05.2009 in Nürnberg eine Nachwahl in die Tagesordnung aufgenommen, auf der dieser junge Freund als Vizepräsident und ich wieder als Präsident vorgeschlagen und gewählt wurden.
Ich übte diese Funktion dann noch bis zur JHV 2011 in Trier aus. Da sich mit Dr. Detlef Groth ein geeigneter Nachfolger für mich fand schied ich aus dem Vorstand der DIG aus.


Seit der Verbreitung des Internets auch in der Idobewegung interessierte auch ich mich für diese neue Kommunikationsmöglichkeit.
So richtete ich die Internetpräsenzen von ULI und DIG ein.
Da ich kein professioneller Computerexperte bin musste ich mir alle dazu erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten selbst aneignen.
Daher sahen die Internetauftritte zunächst nicht unbedingt professionell aus.

Dank eines Idofreundes mit professionellen Fertigkeiten im Internetbereich konnten die Internetseiten von ULI und DIG inzwischen qualitativ verbessert und ansehnlicher gestaltet werden.

Ich bin inzwischen aus Zeitgründen nicht mehr Mitglied in einem Idoverein.
Ich werde jedoch eigenständig entsprechend meinen Möglichkeiten weiter für Ido aktiv sein.


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